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Do you even TikTok?

11.03.2020


TikTok - der Hype
TikTok (c) Shutterstock

Jedem Content seine Plattform

Content kann nur dann richtig erfolgreich sein, authentisch rüberkommen, neugierig machen und die Audience binden, wenn er auf der zu ihm passenden Plattform gepostet wird.

Soweit so klar. Oder doch nicht?
Zur Veranschaulichung und zur Erklärung, was das gehypte TikTok so besonders macht, stellen wir uns das Ganze einmal analog zu unser aller analogem Lieblingsnetzwerk vor: Zur Familie.

Die Social Media Family

Wenn Facebook der verlässliche, vor zehn Jahren mal sehr cool gewesene Onkel ist, der immer da ist, wenn man ihn braucht, ist Instagram, die große und stylische, aber in den letzten Jahren immer seriöser gewordene Schwester, die sich grade ein Sabbatical gönnt, um sich selbst zu finden.

Twitter ist der weltreisende Cousin zweiten Grades, den man zwar nur einmal im Jahr (zu Weihnachten) sieht, der aber permanent Postkarten von jenseits der Datumsgrenze schickt. 

Und TikTok ist das jüngste Kind. Ein bisschen aufmüpfig, teilweise verhaltenskreativ, aktiv, bunt, unberechenbar. So sorgt es unfreiwillig - und oft durch seine Spontaneität - für Lacher und memorable moments.

TikTok als Marketing-Tool

Momentan treibt TikTok das Social-Media-Marketing um: Die relativ junge Plattform ist für junge Inhalte, zugeschnitten auf die – Sie ahnen es – junge Zielgruppe perfekt geeignet.

Ein Erfolgsfaktor für das Marketing mit TikTok ist das hohe Interaktionspotenzial. Wenn die Kampagnen-Idee sitzt, gibt’s Engagement quasi gratis. Begründet ist das in der Funktionsweise von TikTok. Die User treten direkt miteinander in Kontakt, challengen und persiflieren sich, fordern sich zu Lip-Sync-Battles auf.

Kurzum: Auf TikTok kann eine kleine einzelne Idee, wenn sie Spaß macht, sehr schnell zum Hype werden und große Wellen schlagen. Die Halbwertszeit von diesen Hypes ist zwar begrenzt – aber die Ideen, mit denen man auf TikTok spielen kann, sind es nicht.

So ist die Wahrscheinlichkeit, mit Kundencontent viral zu gehen (und Viralgehen ist immerhin der heilige Gral des Contentmarketings) in der Theorie auf TikTok deutlich einfacher als beispielsweise auf Instagram. Hier ist es durch die schier unendliche Menge an gutem Content, der täglich gepostet wird, bisweilen schon schwer geworden, aufzufallen. TikTok ist vergleichsweise noch eine relativ kleine Community. Das jüngste Kind in der Social-Media-Family eben.

Dass TikTok also das next big thing im Social-Media-Marketing wird, ist an der Stelle kein Geheimnis mehr.

Do we even TikTok? Yes we do.



Alexandra Karner
ist bei plenos zuständig für Content und Text. Sie ist allergisch gegen Wildgräser, übermäßige Sonneneinstrahlung und orthografische Stilblüten. Unser pragmatischer Ruhepol ist eine Freundin von Flora und Fauna (besonders jener katzenartiger Natur) und von Sehnsuchtsorten über dem fünfzigsten nördlichen Breitengrad. Bei Kleidung und Humor gilt: Je schwärzer, desto besser.