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Plenos Studie: KMU verkaufen sich deutlich unter ihrem Wert

04.04.2016


PLENOS-STUDIE ÜBER DIE KOMMUNIKATION MITTELSTÄNDISCHER BETRIEBE IN SO-OBERBAYERN

Die Kommunikation mittelständischer Betriebe in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Rosenheim hat die Salzburger Agentur Plenos in einer Studie im Detail unter die Lupe genommen. Dutzende KMU – überwiegend aus dem Bereich des produzierenden Gewerbes und der Industrie – wurden in die Untersuchung einbezogen. Für 30 Unternehmen mit Beschäftigtenzahlen zwischen 50 und 1.000 wurde eine ausführliche qualitative Auswertung vorgenommen. Das Ergebnis: Die südostoberbayerischen Betriebe sind vielfach kommunikative „Hidden Champions“ und stellen häufig ihr Licht zu sehr unter den Scheffel. Das gilt besonders für die Positionierung als Arbeitgeber sowie für die klassische Medienarbeit.

Medienarbeit und Arbeitgeberprofil haben das meiste Potential

Im Durchschnitt ergab sich bei den in die Studie einbezogenen Unternehmen ein Wert von 3,7 (von 6 möglichen) Punkten. In diesen Wert sind insgesamt rund 250 Kriterien eingeflossen. Die besten Werte gab es mit 4,7 bei den Unternehmens-Websites und der allgemeinen Kommunikation für das Unternehmen und dessen Produkte und Dienstleistungen (4,1). Am schlechtesten abgeschnitten haben die KMU aus Südostoberbayern bei der Medienarbeit (3,3) und der Arbeitgeberpositionierung (3,4).

Besonders auffällig: Nur die Hälfte der untersuchten Firmen hat überhaupt einen eigenen Pressebereich auf der Internetseite. Dabei wird gerade dieser Bereich von Besuchern auf der Website besonders häufig angesehen. Die zur Verfügung gestellten Texte und Fotos sind überwiegend für Journalisten schlecht verwertbar. Nicht kopierbare PDF-Dateien, Fotos ohne kreative Motivauswahl und zu geringer Auflösung oder keine aktuellen Pressetexte sind die wesentlichsten Mankos, die feststellbar sind.

Auffällig ist auch, dass generell Texte und Bilder wenig Emotion vermitteln. Viele Hauptwörter, lange Sätze und mit technischen Begriffen überfrachtete Sätze schaffen eher Distanz als Nähe. Ein häufig festgestellter Fehler ist, dass die Unternehmens-CI auf den unterschiedlichen Kanälen nicht durchgezogen wird.

Arbeitgebervorteile werden nicht dargestellt

Angesichts des Fachkräftemangels ist das geringe Engagement für die Bildung einer eigenen Arbeitgebermarke bemerkenswert. Bei vielen Karriereseiten wird dem potentiellen Mitarbeiter kaum klar, warum er sich dort bewerben soll. In der Stellenanzeige steht häufig nur, was vom Bewerber erwartet wird, es fehlt aber, was die Firma auszeichnet und sie als Arbeitgeber zu bieten hat.

Ein interessanter Befund ist, dass Azubis stärker umworben sind als Fachkräfte: „Wir haben ansprechende Azubi-Broschüren, hervorragende Youtube-Videos oder interessante Facebook-Kanäle gefunden, die sich an angehende Auszubildende richten“, stellen die beiden Plenos-Geschäftsführer Ursula Wirth und Wolfgang Immerschitt fest. Hingegen werden die Karriereseiten für Fachkräfte oft stiefmütterlich behandelt. „Dies hat uns erstaunt, weil Befragungen zeigen, dass der Bedarf nach Fachkräften den Bedarf nach Azubis deutlich übersteigt.“ Ein weiterer auffälliger Punkt: Zahlreiche Firmen werben nur im unmittelbaren Umkreis um neue Mitarbeiter, überregionale Kommunikationskanäle sollten hier ergänzt werden.

Das Design der Plenos-Studie

Bewertet wurden in der Studie einerseits die Kommunikationsinhalte in den Bereichen Unternehmensdarstellung, Produkte und Dienstleistungen sowie Arbeitgeberprofil. Dazu wurden alle Kommunikationskanäle angesehen. Das reicht von der eigenen Website über den Social Media Auftritt bis hin zur Karrierewebsite und der Arbeitgeberpositionierung etwa auf den Jobbörsen. Ein größeres Kapitel ist dem Thema Medienarbeit gewidmet. Für jedes einzelne Unternehmen wurden rund 250 Kriterien aus diesen Bereichen analysiert und bewertet, wobei die Skala von 1 (sehr schlecht oder nicht vorhanden) bis 6 (sehr gut) reicht.

Die Grafik zeigt die Durchschnittwerte der 30 analysierten Unternehmen in den einzelnen Kategorien des Kommunikationschecks an. Vor allem in den Bereichen "Kommunikation Arbeitgeberprofil" (3,5 von 6), "Karriereinfos Web" (3,5 von 6) und "Medienarbeit" (3,25 von 6) besteht bei KMU in Südostoberbayern noch Potenzial nach oben.

Erst kürzlich berichtete auch der Berchtesgadener Anzeiger über unsere Studienergebnisse und zeigt dabei auf, was Unternehmen im Hinblick auf Ihre Kommunikation besser machen können.

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