Gasteiner Bergbahnen - Crowdfunding

Wie man das erfolgreichste Crowdfunding-Projekt eines KMU strategisch kommuniziert.

Das Ziel

Die Gasteiner Bergbahnen AG planen bis zur Wintersaison 2018/19 ein Investmentprojekt von fast 85 Millionen Euro auf der Schlossalm. Dazu wurde ein detaillierter Finanzierungsplan ausgearbeitet. Eine Rolle spielt dabei auch die Bürgerbeteiligung. Ziel war es, die „Crowd“ dafür zu interessieren und zugleich positive Stimmung für das „Generationenprojekt“ zu erzeugen.

Die Lösung

Gemeinsam mit dem Team der Gasteiner Bergbahnen hat plenos die strategische Kommunikation entwickelt. Die Bevölkerung im Gasteinertal wurde laufend über den Projektfortschritt informiert, die Projektfinanzierung wurde in einem eigenen Informationsmedium – dem Gasteiner Bergblick – als Postwurf vorgestellt. Dazu kamen Videos und intensive Medienarbeit mit mehr als 100 Clippings österreichweit. Der Erfolg war enorm: Am 1. Dezember aufgelegt, war bereits am 3. Dezember die Höchstsumme von 1,5 Millionen Euro gezeichnet. Damit waren die Gasteiner Bergbahnen das erfolgreichste österreichische KMU in Sachen Crowd-Finanzierung. „Wir sind das erste Unternehmen mit einem etablierten Geschäftsmodell, dem über diesen Weg Geld in dieser Größenordnung von Einheimischen und Stammkunden zur Verfügung gestellt wurde“, freut sich Vorstand Franz Schafflinger über den viel beachteten Erfolg.

Aufgrund der großen Nachfrage ging das Crowdfunding-Projekt zu Beginn des Jahres 2017 in die zweite Runde und hat damit endgültig den ersten Platz unter allen bisherigen österreichischen Crowdfunding-Aktivitäten errungen. 2016 lag das Bürgerbeteiligungsmodell der Gasteiner Bergbahnen noch hinter SK Rapid Wien und FK Austria Wien. Beide Fußballclubs riefen ihre Fans zur Mitfinanzierung der jeweiligen Stadionprojekte auf. Im April 2017 konnten die Gasteiner Bergbahnen stolz vermelden, dass der bisherige Rekord der grün-weißen Bundesligisten gebrochen wurde. Fast 3,1 Millionen Euro wurden in zwei Durchgängen von über 800 Skisparern in das Projekt „Schlossalm NEU“ einbezahlt. Die Fortsetzung des Erfolgsmodells ist für Dezember 2017 geplant.